Trapper mit Falle 3394

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Playmobil Trapper mit Falle

Trapper als Erkunder

Der Playmobil Trapper mit Falle 3394 war der erste von Playmobil. Wenn ich mich richtig erinnere, war es auch meine erste Playmobil Western Figur. Weitere Ausführungen folgten in den letzten 30 Jahren.

Er und seine Kollegen trugen erheblich zur Erkundung unbekannter Gebiete in Amerika bei. Bereits in den 1820er Jahren kommen immer mehr Trapper in die reichen Jagdgründe des Mittleren Westen von Amerika. Sie waren oftmals die ersten Weißen, die auf der Suche nach neuen Jagdgründen in von indianischen Stämmen bewohnte und von den weißen unerschlossene Gebiete vordrangen.

Die Prärie westlich des Mississippi River war jahrtausendelang Indianderland, welches bis zu den Rocky Mountains reichte.
Der Playmobil Trapper hat demzufolge auch nicht gegen die Klicky-Indianer kämpft, sondern mit ihnen in der Wildnis koexistiert. Auch sonst blieb er Konflikten fern und ähnelt in vielem einem Abenteurer, der sich selbst nicht mehr vollständig der bürgerlichen Zivilisation angehörig fühlt.

Viele dieser Trapper hatten bei verschiedenen Indianerstämmen jeweils eine Frau und lebten in Mischbeziehungen, insbesondere bei den Schoschonen, Crow und Hidatsa.

Trapper macht Rast im Wald

Playmobil Trapper mit Falle 3393

Das Playmobil-Set Trapper mit Falle 3394 wurde 1988 veröffentlicht. Trapper ist der englische Begriff für einen nordamerikanischen Fallensteller und Pelztier-Jäger. Die Trapper im Wilden Westen der Rocky Mountains bezeichnet man übrigens auch als Mountain Men. In Westernfilmen und -Büchern sind Trapper meistens Hintergrundfiguren, alte und schrullige Einzelgänger, die für humoristische Einlagen sorgen. Ein Aktueller Film über einen Trapper in der Hauptrolle ist „The Revenant“ aus dem Jahre 2015. Aktuell (Juni 2018) sind Trapper im Film „Feinde – Hostiles“ als Bösewichte zu sehen.

Ausrüstung

Teile Übersicht Playmobil Trapper 3394

Trapper-Kleidung

Seine Kleidung besteht aus einem gelben hirschledernen Anzug, braunen Leggins aus Tuch sowie pelzgefütterten Mokassins. Der Mokassin ist ein weicher und warmer Schlupfschuh ohne Absatz.

Die Kopfbedeckung des Playmobil-Trapper 3394 ist eine braune Pelzmütze. Die Mütze hält ihn besonders während der kalten Jahreszeit warm, denn die Jagdsaison findet im Winter und Frühjahr statt.

Gewehr

Der Playmobil Trapper trägt außerdem ein Trapper-Gewehr bei sich. Typische Trapper-Gewehre waren die Hawken-Rifles der Gebrüder Hawken aus St. Louis.

Bärenfalle

Die Bärenfalle oder Tellerfalle ist eine aus Stahl gefertigte Falle zum Fang von Raubtieren. Die Verwendung von Tellerfallen ist in Europa verboten.

Die Falle wird mit Hilfe eines Tellers gespannt, der zwischen die Bügel eingespannt wird. Der Teller hat einen Durchmesser von etwa 20 cm und ist von einem 2 cm breiten Kranz umgeben. Die beiden Bügel werden danach über eine Feder gespannt. An der Feder ist eine Kette mit einem Anker angebracht, um ein Fortschleppen des Tellereisens vor oder nach dem Zuschnappen zu verhindern. Tritt ein Tier auf den Teller, so schlagen die Bügel zusammen. Der Playmobil Trapper hat eine gezahnte Falle bei sich.

Vor allem der Biberfang war sehr lukrativ. Die Nager stauen die Gebirgsflüsse zu Teichen auf, errichten Bauten aus Ästen und graben Tunnelsysteme in die Uferböschung. Die Trapper bringen vor den Biberbauten Eisenfallen an. Nachts bleiben die Biber mit den Pfoten in den Fallen hängen und ertrinken. Am folgenden Tag sammeln die Trapper die Kadaver ein und häuten sie.

Geschichte des Trappers

Der Begriff Trapper bezeichnet in der Regel Männer, die während der letzten Hochphase des Pelzhandels in Nordamerika in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aktiv waren. Sie waren Angestellte und arbeiteten somit für einen festen Lohn für Pelzhandelsfirmen.

Pro Saison erbeutete der Fallensteller etwa vierhundert Felle und verdiente damit zwischen tausend und zweitausend Dollar. Ein Handwerker verdiente zu dieser Zeit jährlich hingegen nur etwa fünfhundert bis sechshundert Dollar.

Es war also ein lohnender Beruf, der jedoch von den Fallenstellern teilweise rücksichtslos betrieben wurde. Die Trapper machten mit der zeit immer weniger Beute. An vielen Stellen wurden einzelne Pelztierarten durch die jahrelange Jagd entweder ganz ausgerottet oder waren zumindest stark gefährdet.

Mit der Einführung der Pelztierzucht und später durch wechselnde Mode fielen infolgedessen die Fellpreise. In Europa ging die Nachfrage stark zurück. Hutmacher gingen dazu über, kopfbedekungen aus Seide herzustellen. Die Bedeutung des Fallenstellens nahm schließlich erheblich ab, was vor allem den Tieren zugutekam.

Viele Trapper gaben ihren Beruf auf. Die einstigen Pioniere werden zu Randfiguren des wilden Westens. Im Gegensatz zu den Siedlern, die Farmen, Häuser und Straßen bauen, wollen die Trapper das Land, das sie durchstreiften und erkundeten, nie besitzen oder verändern.

Des Trappers neue Kleider.

Eine neue Trapper-Figur 9332 ist derzeit in den Sammeltüten der aktuellen Figures Serie 13 zu finden. Auf dem folgenden Foto wurde er bei Arbeiten im Wald fotografiert. Ausgestattet ist er mit einer Axt und einem Jagdgewehr. Diesen finde ich persönlich jedoch schon viel zu modern für die alte Spielwelt des Playmobil Western. Das Zubehör hingegen gefällt mir sehr gut.

Trapper mit einer Axt im Wald 9332

Da ich noch eine alte Figur des Trappers 3394 herumliegen haben, bei der ein Arm beschädigt ist, habe ich mir eine neue Figur zusammengestellt.

Playmobil Figur zerlegen

Das Schöne an diesen Figuren ist ja, dass man sie in ihre Einzelteile zerlegen kann, um dann eigene, einzigartige neue Figuren zu erstellen. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Das zerlegen alter Playmobil Figuren ist nicht ganz einfach. Das Material ist etwas härter als bei den neuen Figuren und insgesamt sind die alten Playmobil Figuren etwas stabiler. Der Hals, mit dem der Kopf des Klicky mit dem Rumpf verbunden ist, lässt sich aufgrund des größeren Umfangs nicht so leicht herausziehen.

Um eine Figur zu Zerlegen, muss man den Kopf zur Seite drehen und die Beine anwinkeln. Am besten stellt man die dann auf einen weichen Untergrund und gibt ihr dann einen sanften Schlag auf den Hinterkopf. Manchmal klappt das vor allem bei den alten Figuren, wie dem Trapper nicht. Dann ist etwas mehr Kraftaufwand und Geduld gefragt.

Nach etwa ziehen und drehe ließ sich der Kopf schließlich entfernen und der Klicky zufiel in seine Einzelteile.

Trapper 3394 in Einzelteile zerlegt.

Trapper 3394 im Sommerlook

Jetzt konnte ich mit den Einzelteilen herumspielen und verschiedene Kombinationen ausprobieren. Der neue der Gürtel, an dem auch ein Beutel hängt, ließ sich ganz einfach über das Oberteil ziehen. Auch die neuen Arme waren schnell montiert. Dazu noch ein Paar Mokassins und fertig war das neue Sommer-Outfit. Eine neue scharfe Axt ist auch nicht verkehrt. Zudem ist das alte Jagdgewehr in die Jahre gekommen. Das neue hat mehr Wumms und sieht zudem noch schick aus.

Jetzt kann die neue Jagdsaison im Norden Amerikas wieder losgehen.

Trapper 3394 im Sommerlook mit einem neuen Gewehr

Custom Playmobil Trapper – Umbau des Trapper 3394 mit Gürtel, Ledertasche und Jagdgewehr mit Gurt

Bei der Jagd kommt der Playmobil Trapper an einem Wasserfall vorbei. Ein schönes Bild bei Sonnenaufgang. Das Bild ist auf Island vor dem Seljalandsfoss entstanden
Playmobil Trapper an einem Wasserfall vorbei.