Gelb, Weiß und Rot: Die Playmobil-Kesselwagen von Shell, Esso und Vulcano bringen Farbe in meine Güterzüge. Der gelbe Shell-Wagen ist für mich ein echter Klassiker. Aber auch die beiden anderen Varianten gefallen mir – besonders, wenn man mit ein paar ausgetauschten Teilen das Aussehen etwas verändert.
Hier stelle ich die drei Ausführungen aus meiner Sammlung vor. Außerdem zeige ich euch, welche Unterschiede mir bei den Anschlüssen aufgefallen sind und wie die Waggons mit andersfarbigen Haltegriffen aussehen.
Bei echten Kesselwagen sind Firmenlogos und Markennamen häufig gut sichtbar auf dem Tank angebracht. So werden die Wagen nebenbei auch zu Werbeträgern. Diese Gestaltung hat Playmobil bei den älteren Modellen aufgegriffen: Shell und Esso sind echte Mineralölmarken. Die spätere rote Ausführung trägt dagegen den Fantasienamen „Vulcano“. Gerade dieser Unterschied macht den Vergleich der drei Varianten für mich interessant.
Das Vorbild: Kesselwagen für den Güterverkehr
Bei der großen Eisenbahn werden Kesselwagen unter anderem für den Transport von Flüssigkeiten eingesetzt. Welche Ladung ein Wagen aufnehmen darf, hängt von seiner Bauart und Ausstattung ab. Für meine Playmobil-Güterzüge sind es vor allem die klassischen Mineralölwagen, die mich interessieren.

Die Ähnlichkeit mit dem Playmobil-Wagen ist gut zu erkennen: ein großer Tank, zwei Achsen und eine kleine Plattform am Wagenende. Ob genau dieser Wagentyp als Vorlage diente, kann ich nicht sicher sagen. Als Vergleich finde ich ihn aber interessant.
So sind die Playmobil-Kesselwagen aufgebaut
Die drei hier gezeigten Varianten haben dieselbe Grundform. Besonders auffällig sind der große Tank, die Leiter und der Laufsteg auf der Oberseite. Über die Plattform am Wagenende können die Figuren den oberen Bereich erreichen.
Oben befindet sich die Einfüllöffnung mit einem Deckel. Seitlich am Tank sitzen Anschlüsse für den Schlauch, die sich mit kleinen Stöpseln verschließen lassen. Damit lässt sich das Befüllen und Entladen auf der Anlage nachspielen.

Solche Details machen die Wagen für mich interessant. Sie können einfach im Güterzug mitfahren oder Teil einer kleinen Verladestelle werden. Vor meiner selbstgebauten Güterabfertigung lassen sie sich jedenfalls gut in Szene setzen.
Der gelbe Shell-Kesselwagen 4107
Die meisten Fans der alten Playmobil-Eisenbahn dürften den gelben Shell-Kesselwagen kennen. Das Modell mit der Artikelnummer 4107 beziehungsweise 4107-A erschien 1981. Mit seinem gelben Tank und dem Shell-Logo ist es kaum zu verwechseln.

Besonders gut gefällt mir der Wagen zusammen mit der gelben Rangierlok aus dem Set 5258. Farblich passen die beiden einfach gut zusammen. Deshalb habe ich daraus einen ganzen Tankzug zusammengestellt.

Mein Shell-Zug besteht aus sechs Kesselwagen. Ein einzelner Wagen macht sich schon gut in einem gemischten Güterzug. Mehrere hintereinander wirken auf der Anlage aber noch einmal ganz anders.

Video: Sechs Shell-Kesselwagen mit gelber Rangierlok
Im Video zieht die gelbe Rangierlok aus dem Playmobil-Set 5258 meinen Zug mit sechs Shell-Kesselwagen. Ich habe mich für diese Lokomotive entschieden, weil sie farblich so gut zu den gelben Tankwaggons passt.
Der weiße Esso-Kesselwagen 4108
Auch der Esso-Kesselwagen 4108-A erschien 1981. Seine Grundform entspricht dem Shell-Wagen. Durch den weißen Tank, den roten Streifen und das Esso-Logo wirkt er trotzdem deutlich anders.

Neben den gelben Shell-Wagen bringt die weiße Ausführung etwas Abwechslung in meine Sammlung. Gerade im direkten Vergleich sieht man gut, wie stark allein die Farbe das Aussehen eines ansonsten sehr ähnlichen Waggons verändert.
Der rote Vulcano-Kesselwagen aus dem Set 4024 und als 6309
Die rote Variante mit der Aufschrift „Vulcano“ war im Güterzug-Set 4024 von 1995 enthalten. Später wurde ein roter Vulcano-Kesselwagen auch einzeln unter der Artikelnummer 6309 angeboten. Der Wagen aus dem Zugset und die spätere Einzelausgabe sollten deshalb bei der Zuordnung auseinandergehalten werden.
Mit seinem roten Tank fällt der Vulcano-Wagen zwischen den anderen Güterwagen sofort auf. Zusammen mit Shell und Esso ergibt sich eine schöne Mischung für meine Eisenbahn.

Unterschiede bei Schläuchen und Verschlussstopfen
Wer hofft, mit der späteren Ausgabe auch gleich Ersatzteile für die alten Wagen zu bekommen, sollte genauer hinsehen. Bei meinen Exemplaren unterscheiden sich die Anschlüsse: Die seitlichen Öffnungen am neueren Tank sind etwas größer als bei den älteren Ausführungen.

Entsprechend unterscheiden sich auch die passenden Stöpsel und Schlauchanschlüsse im Durchmesser. Ähnlich aussehende Teile lassen sich deshalb nicht unbedingt untereinander austauschen. Als Dekoration kann ein Schlauch trotzdem dienen, auch wenn er nicht an jeden Anschluss passt.
Vor einer Ersatzteilbestellung lohnt sich daher ein Vergleich mit dem vorhandenen Wagen. Tipps zur Suche habe ich im Beitrag über Playmobil-Ersatzteile und Zubehör zusammengestellt.
Meine Kesselwagen mit neuen Haltegriffen
Die drei hier gezeigten Varianten haben ursprünglich graue Haltegriffe. Da es diese Teile auch in anderen Farben gibt, haben wir ein paar Kombinationen ausprobiert. Immer nur Grau ist auf Dauer schließlich auch etwas langweilig.
Den Shell-Tankwagen haben wir einmal gelbe und einmal schwarze Griffe verpasst. Mir persönlich gefallen diese Varianten besser als die graue Originalausstattung. Gelb passt zum Tank, während Schwarz einen deutlicheren Kontrast bildet.

Auch die Waggons von Esso und Vulcano haben neue Griffe bekommen. Der weiße Esso-Wagen trägt nun schwarze Griffe, der rote Vulcano-Wagen passende rote.

Es ist nur eine kleine Veränderung, aber sie macht beim Aussehen einiges aus. Dafür verwende ich originale Playmobil-Teile. Und wenn mir irgendwann wieder nach Grau ist, sind die Griffe schnell zurückgetauscht.
Drei Farben, viele Möglichkeiten für meine Güterzüge
Ob Shell, Esso oder Vulcano: Die Kesselwagen gehören für mich zur Playmobil-Eisenbahn dazu. Sie gefallen mir als einzelne Wagen im gemischten Güterzug ebenso wie als langer Tankzug hinter der gelben Rangierlok.
Besonders die kleinen Umbauten machen mir Spaß. Ein paar andere Haltegriffe reichen schon, um einem bekannten Wagen ein neues Aussehen zu geben. Welche Kombination gefällt euch am besten: die grauen Originalgriffe oder die farblich angepassten Varianten?
